Wer nach einem Gerät für die Induktionstherapie sucht, stößt schnell auf eine verwirrende Begriffsvielfalt: hochenergetische Induktion, Magnetfeldtherapie, PEMF, Super Inductive System. Dieser Text sortiert das — was dahintersteckt, wie es wirkt und worin sich die Geräte unterscheiden.
Was ist Induktionstherapie?
Induktionstherapie arbeitet mit einem starken, gepulsten elektromagnetischen Feld. Eine Spule im Applikator erzeugt das Feld, es durchdringt Gewebe, Kleidung, Verbände und bei Tieren auch das Fell. Im Gewebe entsteht daraus ein Stromfluss, der Nerven- und Muskelzellen reizt — daher der Name: Das Feld induziert den Reiz, es wird nichts eingebracht und nichts berührt.
Der entscheidende Unterschied zwischen den Geräteklassen ist die Feldstärke. Systeme für die hochenergetische Induktion erreichen Werte im Tesla-Bereich; das Super Inductive System etwa arbeitet nach Herstellerangaben mit bis zu 3 Tesla und Frequenzen bis 150 Hz.
Wie wirkt Induktionstherapie im Gewebe?
Die Hersteller beschreiben vier Wirkrichtungen, die sich in der Praxis unterschiedlich nutzen lassen:
- Schmerzlinderung — über die Reizung sensibler Nervenfasern
- Muskelstimulation — von der sanften Lockerung bis zur kräftigen Kontraktion
- Gelenkmobilisation — durch wiederholte Kontraktion der umgebenden Muskulatur
- Unterstützung der Frakturheilung
Behandelt wird ohne Hautkontakt und ohne Gel. Das macht das Verfahren auch dort einsetzbar, wo eine Berührung schwierig ist: über Verbänden, über Gips, bei schmerzempfindlichen Arealen — und in der Tiermedizin durch das Fell.
Induktionstherapie, Magnetfeldtherapie oder PEMF?
Die Begriffe werden oft durcheinander verwendet, und tatsächlich beschreiben sie dasselbe physikalische Prinzip. Der Unterschied liegt in der Größenordnung:
| Begriff | Feldstärke | Typische Anwendung |
|---|---|---|
| Klassische Magnetfeldtherapie, PEMF | Milli- bis Mikrotesla | flächige Anwendung, lange Sitzungen, oft als Matte |
| Hochenergetische Induktionstherapie | bis in den Tesla-Bereich | gezielte Stimulation, kurze Sitzungen, Applikator am Areal |
Für die Praxis heißt das: Wer Muskeln sichtbar kontrahieren oder tiefe Gelenkstrukturen erreichen will, braucht ein hochenergetisches System. Für die flächige Anwendung über lange Zeiträume sind klassische Magnetfeldsysteme gedacht.

Wofür Induktionstherapie eingesetzt wird
In der Humanmedizin
Orthopädie, Physiotherapie und Rehabilitation: Rückenbeschwerden, Gelenkbefunde, Muskelaufbau nach Ruhigstellung, Spastik, Beckenbodentraining.
In der Tiermedizin
Bei Pferden und Kleintieren: Rücken- und Muskelbeschwerden, Arthrose, Rehabilitation nach Verletzung oder Operation, neurologische Fälle. Behandelt wird im Stall oder in der Praxis, das Tier muss dafür nicht sediert werden.
Welches Gerät für welche Praxis?
Bei den hochenergetischen Systemen entscheidet vor allem die Zahl der Kanäle:
- Einkanalige Systeme behandeln ein Areal pro Sitzung. Für die meisten Praxen ist das ausreichend.
- Das Super Inductive System DUO hat zwei unabhängige Kanäle: zwei Areale gleichzeitig — oder zwei Patienten parallel. Das rechnet sich dort, wo der Terminkalender der Engpass ist.
Für die Tiermedizin gibt es dasselbe Gerät mit eigener Software: Super Inductive System DUO in der Tiermedizin.
Was ein Induktionsgerät kostet
Einen Listenpreis nennen wir nicht, weil er von der Konfiguration abhängt: Applikator, Gerätewagen, Softwarepaket und Einweisung unterscheiden sich je nach Einsatz. Was sich sagen lässt: Die Anschaffung rechnet sich über die Auslastung, nicht über den Stückpreis. Christian Gebhardt geht die Zahlen an Ihrem Fall mit Ihnen durch — und bringt das Gerät zur Vorführung mit.
Gerät live erleben
Am 31. Oktober läuft unser kostenloses Webinar zum SIS DUO, vom 19. bis 21. November sind wir auf dem bpt-Kongress in Hannover.
Fragen vorab: Christian Gebhardt, 0151 44280014.